Passions- und Osterlieder

Perlen im Gesangbuch

Die Bildsprache des Barock ist uns fremd geworden, die romantische Emphase entspricht nicht mehr unserem Lebensgefühl und die Lieder des 20. Jahrhunderts erscheinen uns oft zu knöchern. Gleichwohl prägten große deutsche Kirchenlieder ganze Generationen, nahmen Einfluss auf Literatur, Musik und Glaubensleben. Noch heute können diese Lieder ihre spirituelle Kraft entfalten – wenn man sich nur auf sie einlässt.

Autor der kurzen Radiobeiträge ist Burkard Vogt.

Hosianna und Kreuzige – der Palmsonntag hat zwei Aspekte. Entsprechend spielt das Kreuz am Palmsonntag eine zweifache Rolle: Es wird geschmückt und an der Spitze einer Prozession in die Kirche getragen. Dort aber wird die Passionsgeschichte verkündet, die vom Tod Jesu am Kreuz berichtet. Die Doppeldeutigkeit des Kreuzes spiegelt sich in vielen Liedern, die sich in den Kirchengesangbüchern finden. „Kreuz auf Jesu Schulter“ ist ein herausragendes Beispiel davon. Musikalisch interpretiert wird das Lied von Caroline Roth und Markus Heinrich von der Aschaffenburger Stiftsmusik.

Gesendet am 5.4.2020

„Christ ist erstanden“ ist das älteste deutsche Kirchenlied im katholischen Gesangbuch Gotteslob. Entstanden ist es um das Jahr 1150 im süddeutschen Raum im Rahmen von Osterspielen. Musikalisch interpretieren Markus Heinrich und Ulrike Matheis von der Aschaffenburger Stiftsmusik das eindrucksvolle Kunstwerk.

Gesendet am 12.4.2020

Die Emmausgeschichte erzählt, wie zwei Jünger Jesus begegnen, den sie doch für tot halten. Beim gemeinsamen Brotbrechen erkennen sie ihn und sie wünschen sich von ihm, dass er bei ihnen bleiben soll. Das Lied „Bleibe bei uns“ von Peter Gerloff geht stellt den biblischen Bericht in weit größere Bezugssysteme. Musikalisch begleitet wird die Sendung von Markus Heinrich und Ulrike Matheis von der Aschaffenburger Stiftsmusik.

Gesendet am 19.4.2020