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		<title>Startslider &#8211; Slide1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chevcheck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2050 22:16:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ZZ_Startslider]]></category>
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		<title>Der Adventskranz und die Farbe seiner Kerzen</title>
		<link>https://michael-pfeifer.de/adventskranz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[moenanus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2025 15:56:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liturgie]]></category>
		<category><![CDATA[Publikation]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsfestkreis]]></category>
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					<description><![CDATA[Rot, weiß, violett und rosafarben? Was hat es mit den Farben am Adventskranz auf sich? Ein Plädoyer für Materialechtheit und bienenwachsfarbene Kerzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1602503096809 vc_column-gap-35"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h1>Der Adventskranz und die Farbe seiner Kerzen</h1>

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			<p>Blättert man Ende November in Prospekten von Baumärkten, Gartencentern oder Lebensmitteldiscountern stößt man unweigerlich auch auf Adventskränze. Wenn diese bereits mit Kerzen und Bändern geschmückt sind, besitzen jene meist einen roten Farbton. Neben aktuellen Farbentrends gilt Rot nach wie vor als klassisch. Es bietet ja auch einen schönen Kontrast zum Tannengrün des Kranzes.</p>

		</div>
	</div>
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			<p>Welches Farbenkleid den Ur-Adventskranz im Rauhen Haus bei Hamburg im Jahr 1839 zierte, ist nicht bekannt. Überliefert ist allerdings, dass dieser nicht nur vier Kerzen, sondern je eine für alle Tage des Advents hatte. Vermutlich unterschieden sich diese weder in Größe noch Farbe.<a href="#eins">[1]</a></p>
<p>Es dauerte fast hundert Jahre, bis der Adventskranz Eingang auch in katholische Kirchen fand. Dort übernahm man den dort üblichen liturgischen Farbenkanon. Allerdings nicht für die Kerzen, sondern für die textilen Bänder, mit denen das Tannengrün in Form gebracht wird. Am traditionellen Adventskranz sind daher die textilen Bänder violett, die Kerzen behalten jedoch ihre natürliche Wachs-Farbe.</p>
<p>In jüngerer Zeit ist jedoch zu beobachten, dass auf den Adventskränzen in Kirchen auch violette und rosafarbene Kerzen aufgesteckt werden. Dieser Brauch wurde in den 1940er Jahren vom US-amerikanischen Liturgical Movement entwickelt, und zwar als Abgrenzung zum Rot des Weihnachtsmannes, den die Firma Coca Cola seit den 1930er Jahren als Werbefigur nutzte, und das auf den zunächst mehr im protestantischen Milieu verbreiteten Adventskranz abgefärbt hatte. In dieser „neuen katholischen“ Form wurde das Farbschema nach Europa re-importiert.<a href="#zwei">[2]</a> Vor allem in Österreich hat sich die Sitte seither verbreitet, drei violette und eine rosafarbene Kerze für den Adventskranz zu verwenden. Inzwischen folgen mehr und mehr Gemeinden dieser falsch verstandenen „liturgischen Farbenlehre“.<a href="#drei">[3]</a></p>
<p>Traditionell spielen die liturgischen Farben nämlich ausschließlich bei Textilen eine Rolle: bei Gewändern, Altar- oder Wandbehängen. Kerzen in künstlichen Farben stehen dagegen im Widerspruch zur Forderung nach „Echtheit“ der Materialien im Gottesdienst.<a href="#vier">[4]</a> (Niemand würde ja auch die Hostien im Advent violett färben.)</p>
<p>Ein Adventskranz, der den liturgischen Anforderungen entspricht, wird daher mit violetten Bändern und honigfarbenen Kerzen geschmückt. Violett ist nach  landläufiger Ansicht die Farbe von Buße und Besinnung. Betrachtet man jedoch den antiken Färbeprozess von Textilien, ist für diese Farbe ein noch größerer Aufwand erforderlich als für Purpurrot, das einst nur dem Kaiser zustand. Einerseits ist der Materialeinsatz höher – für ein Gramm Farbstoff benötigte man etwa 8000 Purpurschnecken –, andererseits mussten die Purpurfärber für eine längere Belichtung und Oxidation sorgen, bis die Indigoide in den Schneckensekreten stärker polymerisieren.<a href="#fuenf">[5]</a> Dieser erhöhte Aufwand erklärt die Nutzung violetter Gewänder in den Vorbereitungszeiten auf Ostern und Weihnachten: Es sind Zeiten, in denen die Gläubigen bezüglich ihres religiösen Lebens einen „erhöhten Aufwand“ treiben sollen. Nach außen wird dies durch die teure Farbe deutlich gemacht. Gleiches gilt auch für Kerzen: Während übers Jahr elfenbeinfarbene Altarkerzen verwendet werden,<a href="#sechs">[6]</a> werden in Advent und Quadragese gerne Kerzen aus reinem Bienenwachs verwendet<a href="#sieben">[7]</a> – oder zumindest solche, die so aussehen.</p>
<p>Die Unterscheidbarkeit der Zeiten im Jahreslauf kann sowohl durch Paramente wie durch Kerzenfarben akzentuiert werden. Allerdings ist zu beachten, dass diese zwei verschiedenen Farbsystemen folgen und nicht einfach gleichzusetzen sind. Ein Adventskranz mit violetten (und rosafarbenen) Kerzen im liturgischen Raum ist daher abzulehnen.<a href="#acht">[8]</a></p>

		</div>
	</div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  anmerkungen" >
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			<div class="hr-thin"></div>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Anmerkungen</h6>
<p><span id="eins">1 </span><a href="https://evangelische-zeitung.de/der-wichernkranz-sah-ganz-anders-aus">https://evangelische-zeitung.de/der-wichernkranz-sah-ganz-anders-aus</a><br />
<span id="zwei">2 </span>Therese Mueller und Martin Hellriegel, beides vor den Nationalsozialisten ausgewanderte Deutsche, können als Urheber gelten. <a href="https://www.liturgicalartsjournal.com/2021/11/the-american-transformation-of-advent.html?utm_source=chatgpt.com">Claudio Salvucci: The American Transformation of the Advent Wreath, in: Liturgical Arts Journal 23.11.2021</a>. Ein Selbstzeugnis Muellers: „At home in the living room, they hung an evergreen wreath with four candles, which were lit, week by week, as a tangible, visible reminder of the approaching Incarnation. This custom, borrowed from her native Germany, would catch like wildfire. Originally with four red candles and considered outspokenly “Protestant,” Therese thought this German custom would be a perfect way of ditching the “horrible, secularized, commercialized Santa Claus, more and more shameful each year” and developing an oasis for considering the Advent of God.  In conversation with Fr. Martin Hellriegel, the red candles were switched to liturgical purple and rose, to match the liturgical colors of penitence and royal kingship.“ <a href="https://praytellblog.com/index.php/2013/12/07/women-leaders-in-the-liturgical-movement-therese-mueller-1905-2002/?utm_source=chatgpt.com">https://praytellblog.com/index.php/2013/12/07/women-leaders-in-the-liturgical-movement-therese-mueller-1905-2002/?utm_source=chatgpt.com</a><br />
<span id="drei">3 </span>Die Erzdiözese Wien empfiehlt das sogar ausdrücklich für den sogenannten „liturgischen Adventskranz“: <a href="https://www.erzdioezese-wien.at/gaudete?utm_source=chatgpt.com&amp;ts=1763399409102">https://www.erzdioezese-wien.at/gaudete?utm_source=chatgpt.com&amp;ts=1763399409102</a> Auf der gleichen Website ist zum Thema Adventskranz aber auch einer mit roten Kerzen abgebildet: <a href="https://www.erzdioezese-wien.at/adventkranz">https://www.erzdioezese-wien.at/adventkranz</a><br />
<span id="vier">4 </span>AEM 279.<br />
<span id="fuenf">5 </span>Wolfgang Zwickel: Färben in der Antike, in: Wolfgang Zwickel (Hg.), Edelsteine in der Bibel, Mainz 2002, 41–44. <a href="https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/150145/Zwickel_112.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y">https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/150145/Zwickel_112.pdf?sequence=1&amp;isAllowed=y</a><br />
<span id="sechs">6 </span>Oft ist zu lesen, die aktuellen liturgischen Regeln schrieben mindestens 10% Bienenwachs vor. Dies ist jedoch nicht nachweisbar. Früher galt ein Bienenwachsanteil von „wenigstens der Hälfte“ für die Osterkerze. Die übrigen Kerzen mussten „zum größeren Teil oder in bedeutender Quantität aus demselben Stoffe angefertigt werden.“ (Georg Kieffer: Rubrizistik, Paderborn 1947, S. 142 unter Verweis auf C. R. 4147)<br />
<span id="sieben">7 </span>Dies gründet in der Tradition, dass zumindest in Kathedralen bei „Messen, welche in schwarzen Gewändern gehalten werden, also „beim Totenoffizium und am Karfreitag“ gelbe Kerzen Verwendung fanden. (Georg Kieffer: Rubrizistik, Paderborn 1947, S. 142 unter Verweis auf Caer. Ep.  II 8,68)<br />
<span id="acht">8 </span>Zum Zweck der Katechese kann dieses Farbschema hingegen durchaus sinnvoll sein, besser zumindest als rote Kerzen.</p>

		</div>
	</div>
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			<p>Originalbeitrag</p>

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		<title>Geschichte der Ansichtskarte</title>
		<link>https://michael-pfeifer.de/geschichte-der-ansichtskarte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[moenanus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 16:14:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dettingen]]></category>
		<category><![CDATA[Publikation]]></category>
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					<description><![CDATA[Um die letzte Jahrhundertwende erlebte die Ansichtskarte einen unglaublichen Boom. Der Beitrag zeichnet diese Geschichte nach.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1602503096809 vc_column-gap-35"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h1>Das goldene Zeitalter der Ansichtskarte</h1>

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			<p>… ist vorüber. Was zu ihrer Erfindung und ihrem ungeahnten Erfolg führte, entspricht noch heute menschlichen Bedürfnissen. Ansichtskarten sind heute Selfies, die an gehypten Locations entstehen und mit einem kurzen Text millionenfach digital versandt werden. Ziel ist es, in beiden Fällen, den Empfängern einen Eindruck vom Aufenthaltsort und Befinden der Absender zu bieten: Ein Reiseziel wird visualisiert, durch mehrere solcher Botschaften entsteht ein Itinerar – seien es mehrere Postkarten oder eine Instagram-Story. Das Medium hat sich verändert, die Handlungsmuster sind gleich geblieben.<br />
Die Wurzel dieses Bedürfnisses liegt in den zunehmenden Wanderungsbewegungen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Gab es eine räumliche Trennung von Familienangehörigen und Freunden bis dahin vor allem in gebildeten und vermögenden Milieus, nahm mit der industriellen Revolution auch die Arbeitsmigration zu. Die Eisenbahn erleichterte die Mobilität und wurde zunehmend auch für den Fremdenverkehr genutzt. Durch das neue Verkehrsmittel beschleunigte sich zudem die Beförderung für Postsendungen. Statt seltener ausführliche Briefe zu schreiben, griff man zur Postkarte, die Raum für eine schnelle Information oder einen kurzen Gruß bot. Die Postkarte war ressourcenschonender – man benötigte kein Kuvert. Sie war anfänglich halb so teuer wie ein Brief und weit günstiger als ein Telegramm. Erst 2025 vereinheitlichte die Deutsche Post das Porto von Standardbrief und Postkarte. Da es in Städten um die Jahrhundertwende zwischen drei und einem Dutzend Zustellungen pro Tag gab, konnte man sich auch mittags noch per Postkarte zum Kaffee verabreden.<br />
Wie so oft bei der Einführung neuer Technologien und Kommunikationsmittel stieß auch die Postkarte zunächst auf Skepsis in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen. Kritiker befürchteten, dass die offen einsehbaren Mitteilungen etwa von Hausangestellten gelesen werden könnten, was als Eingriff in die Privatsphäre galt. Zudem sorgte man sich darum, dass die knappen Texte dem Niveau der schriftlichen Ausdrucksweise schaden und damit ein Teil der Sprachkultur verloren gehen könnte. Auch hielt man die Postkarte für einen technischen Rückschritt im Vergleich zum Telegramm. Trotz dieser Bedenken – die uns heute in ähnlicher Form aus Debatten über soziale Medien und Kurznachrichtendienste wie WhatsApp bekannt sind – setzte sich die Postkarte zunehmend durch. Ihre Beliebtheit wuchs vor allem deshalb, weil sie es ermöglichte, ohne großen Aufwand kurze Botschaften zu übermitteln, bei denen keine stilistische Perfektion erforderlich war – ein Vorteil, der sie auch für breite Bevölkerungsschichten attraktiv machte.</p>

		</div>
	</div>
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			<h2>Historische Entwicklung</h2>
<p>Die Idee hatte etliche Väter: Bereits 1865 schlug Heinrich Stephan, der spätere Generalpostmeister des Norddeutschen Bundes, eine solche Correspondenzkarte vor. Sie wurde damals als unmoralisch abgelehnt, da bei offenem Versand das Briefgeheimnis nicht gewahrt wäre. Im Folgejahr soll es einen ähnlichen Vorschlag in Neuseeland gegeben haben, und 1868 warb ein Buchhändler aus Leipzig für eine solche Karte. Durchgesetzt hat sich 1869 der Vorschlag, den Emanuel Hermann am 26. Januar 1869 in einer Tageszeitung unterbreitete. Ihm ging es um die Übermittlung kurzer Textnachrichten zu besonders niedriger Gebühr. Im Oktober wurden schließlich in Österreich-Ungarn sogenannte Correspondenzkarten postamtlich-offiziell eingeführt. Die Erstausgabe zierte eine Zeichnung des Klosters Melk an der Donau. Ab 1870 bot auch die Deutsche Post solche Karten an, ein Jahr später folgten Ansichts- und Glückwunschkarten. Seit dem 1. Juli 1872 waren dann auch private Motivpostkarten offiziell zugelassen. Das Anschriftenfeld blieb zunächst wie beim Brief ganzseitig, Bild und handschriftliche Grüße fanden ihren Platz auf der Rückseite. In England gab es seit 1902 aber bereits eine Trennung von Anschriften- und Textfeld auf einer Seite, während die Rückseite nun vollflächig vom Motiv eingenommen wurde. Diese Praxis setzte sich 1905 auch in Deutschland durch.<br />
Obwohl Correspondenzkarten bereits im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 millionenfach verschickt wurden, setzte die eigentliche Massenproduktion von Ansichtskarten erst ab 1885 ein. Der eigentliche Siegeszug der Ansichtskarte begann 1896 und erlebte sogleich einen ersten Höhenflug, der bis nach dem Ersten Weltkrieg anhielt. Eine Zählung im August 1900 ergab, dass pro Tag l,5 Millionen Ansichtskarten im Reichspostgebiet aufgegeben wurden. Im gleichen Jahr wurden in Deutschland fast 0,8 Milliarden Ansichtskarten produziert, 1906 waren es bereits 1,1 Milliarden.<br />
Die Ansichtskarte war damit auch zu einem Wirtschaftsfaktor geworden. 30.000 Personen waren in der Herstellung von Ansichtskarten beschäftigt. Allein in Leipzig gab es 25 Fabriken für Ansichtskarten. Eine Frankfurter Druckerei beschäftigte 1200 Arbeiter, die jeden Tag 100 neue Motive herstellten. Für die Papierproduzenten war die Ansichtskarten-Produktion der wichtigste Absatzmarkt überhaupt. Damit dieses lukrative Geschäft erhalten blieb, ließ man sich einiges einfallen. Es erschienen Ansichtskarten zu allen denkbaren Anlässen und mit allen möglichen Motiven: Einladungskarten zu Festen, Jagdgesellschaften oder Ausstellungen, Motive aus der Tier- und Pflanzenwelt oder dem Militär. Im Ersten Weltkrieg kamen gezielt propagandistische, daneben aber auch kriegskritische Karten in Umlauf. Künstlerpostkarten entstanden ebenso wie zarte Liebes- und derbe Erotikkarten.<br />
Der große Renner aber war die topologische Ansichtskarte mit Ansichten von Städten, Ortschaften und selbst kleinsten Dörfern. Bereits zu Beginn des Booms entstand die erste bekannte Ansichtskarte von Dettingen. Sie zeigt den Gasthof „Zur Post“ und stammt von 1897.<br />
Tatsächlich waren Wirte und Geschäftsinhaber häufig die Initiatoren lokaler Ansichtskarten. Sie wurden bald gezielt von Verlagen durch Mustersendungen animiert, selbst eigene Karten zu produzieren. So zeigen Dettinger Ansichtskarten insgesamt neun verschiedene Gasthäuser und 16 Läden bzw. Betriebe, darunter vor allem das Ladengeschäft Stock/Neumann am einstigen Bahnübergang. Häufigstes Motiv ist das Schulhaus von 1900/1913, in dem sich heute das Heimatmuseum befindet, gefolgt von der Pfarrkirche St. Peter und Paul und dem Ortspanorama vom Mainflinger Mainufer aus gesehen. Der Bahnhof auf Position 4 signalisiert Weltoffenheit und leichte Erreichbarkeit. An 5. Stelle folgt die Ansicht der Hippolytkirche als dem bedeutendsten historischen Bauwerk vor Ort.<br />
Die Auswahl der Motive folgt dabei unterschiedlichen Motivationen. Meist ist es lokalpatriotischer Stolz auf historische Tradition oder besondere Modernität, auf besondere Gebäude oder bezaubernde Landschaft, die einen Besuch besonders lohnend erscheinen lassen. Insofern ist eine Ansichtskarte stets auch ein Medium der Fremdenverkehrswerbung, heute würde man sagen des Tourismusmarketings. Wie die Bildbotschaft beim Adressaten ankam, hing von Bekanntheit, Neuigkeitswert, Erinnerungspotenzial und der Intention des Absenders ab.</p>

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	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1761063196232"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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</figcaption>
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			<h2>Sammelleidenschaft</h2>
<p>Mit dem Aufstieg der Ansichtskarte entwickelte sich ab der Jahrhundertwende eine ungeheure weltweite Sammelleidenschaft. Um die Karten systematisch aufzubewahren und ansprechend zu präsentieren, wurden spezielle Sammelalben hergestellt – allein hierfür entstanden sechzig Fachfirmen. Zudem gab es Fachzeitschriften, Kataloge und Tauschbörsen, die den Kontakt unter Sammlerinnen und Sammlern förderten. Tatsächlich geht man heute davon aus, dass die Hälfte der Sammlungen von Frauen aufgebaut wurden. Durch dieses erschwingliche und wissensvermehrende Hobby erfuhren sie ein Stück Emanzipation.<br />
Das Sammeln ermöglichte es, die „engere Heimat und die weite, weite Erde spielend kennen zu lernen“, wie in einem zeitgenössischen Sammlermagazin zu lesen war. Viele Menschen verspürten unter dem Einfluss von Nationalismus und Kolonialismus das Bedürfnis, ihre eigene Position in der Welt zu definieren und eine Trennlinie zwischen dem „Eigenen“ und dem „Fremden“ zu ziehen. Das Sammeln von Postkarten bot dabei eine Möglichkeit, die Welt zu erfassen, zu strukturieren und in Kategorien einzuordnen. Ansichtskarten prägten das Weltbild des beginnenden 20. Jahrhunderts entscheidend mit.<br />
Heute gelten Ansichtskarten als wertvolle dokumentarische Quellen – insbesondere für die bauliche Entwicklung von Städten und Gemeinden. In vielen Fällen stellen sie sogar die frühesten bildlichen Zeugnisse eines Ortes dar. Auch gesellschaftliche Veränderungen lassen sich an ihnen ablesen, etwa durch die Auswahl der Motive oder den Wandel von Straßennamen. Ein Beispiel aus Dettingen verdeutlicht dies: Einige Karten zeigen die Adolf-Hitler-Straße, die bis 1933 Eisenbahnstraße hieß und 1945 in Hahnenkammstraße umbenannt wurde.</p>

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			<h2>Techniken</h2>
<p>Die häufigste und schönste Drucktechnik war in der Anfangszeit die Chromo-Lithographie (kurz: Litho). Diese Steindrucktechnik wurde im 19. Jahrhundert entwickelt und erlaubte farbige Illustrationen in großen Auflagen. Für Dettingen wurden etwa ein Dutzend solcher Karten gedruckt. Charakteristisch sind kräftige, helle und freundliche Farben, wie überhaupt die Vielfarbigkeit. Meist finden sich auf der Bildseite mehrere Ansichten, darunter meistens auch die Totalansicht des Ortes, die oft durch künstlerisch gestaltete Rahmungen miteinander verbunden werden. Die Wiedergabe ist dabei sehr detailgetreu – in Dettingen fehlt beispielsweise nicht einmal das Storchennest auf dem Schulhaus neben der Hippolytkirche. Auch sind die Personen in der Regel klein dargestellt, um die Gebäude besonders repräsentativ erscheinen zu lassen. Vielfach begegnet ein Textband beginnend mit »Gruß aus …«. Dies wird auch auf mit anderen Techniken hergestellten Karten bis in die 1970er Jahre beibehalten.<br />
Um 1896 begann die große Zeit der lithographischen Ansichtskarten. Damals wurden in Dettingen pro Jahr ein bis zwei neue Ansichtskarten hergestellt und vertrieben. Um 1905 ließ die Beliebtheit der Lithos bereits wieder nach. Andere Drucktechniken lösten sie ab.<br />
Der Erste Weltkrieg führte nochmals zu einem Schub. Mit den Söhnen, Brüdern, Ehemännern im Feld in Kontakt zu bleiben, ermöglichte die Feldpost. Sie unterlag der Zensur, weshalb viele Soldaten auf die Postkarte zurückgriffen, deren Text ohnehin offen lesbar übermittelt wurde. Von den täglich bis zu 8,5 Millionen Feldpostsendungen waren die meisten Postkarten. Auch für Dettingen sind solche Beispiele bekannt. Die handlicher gewordenen Fotoapparate ermöglichten es zudem, authentische, wenngleich in der Regel gestellte Bilder von der Front zu übermitteln. Auf die Fotoabzüge wurde rückseitig ein Adressfeld aufgestempelt. Diese Fotokarten sind Einzelstücke oder Kleinserien und sind der Definition nach eigentlich keine Ansichtskarten.<br />
Die Praxis wurde in den 1990er Jahren von großen Fotolaboren aufgegriffen, die ebenfalls auf Fotoabzüge im Postkartenformat ein rückseitiges Adressfeld aufdruckten.<br />
Nach den gezeichneten Lithographien kamen echte Fotos auf, die anfangs im Lichtdruckverfahren reproduziert wurden. Zunächst (und noch bis in die 1970er Jahre hinein) waren dies Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die gegebenenfalls koloriert wurden. In der Anfangszeit gab es Mischformen, in denen etwa eine lithographische Ortsansicht mit dem Foto eines Ladengeschäftes oder einer Gastwirtschaft kombiniert wurde. Für Dettingen sind acht solcher Karten bekannt.<br />
Trotz des technischen Fortschritts kam es nach dem Ersten Weltkrieg zu einem Niedergang der Ansichtskartenproduktion. Die Fotoreproduktionen konnten mit den leuchtenden Farben der Lithos und deren Detailreichtum nicht mithalten, und auch die Papierqualität war schlechter geworden. Erst im Zweiten Weltkrieg kam es wieder zu einem Aufschwung durch die Feldpost. Nach dem Krieg bekam auch die Sammelleidenschaft neuen Auftrieb, widmete sich nun aber mehr der Retrospektive und nicht der aktuellen Produktion.<br />
Später, etwa ab den 1960er Jahren, wurden auch echte Farbfotos gedruckt. Daneben dienten Gemälde, Zeichnungen und Collagen als Vorlagen für Dettinger Ansichtskarten.</p>
<p>Es mag überraschen, dass seit 1897 für einen kleinen Ort wie Dettingen etwa 150 Ansichtskarten hergestellt wurden. Eine der Ursachen liegt wohl im Fremdenverkehr, den der Bahnhof und die von dort aus leicht erreichbaren Wandergebiete im Wald Richtung Rückersbach auslösten. Andererseits ist die intensive Produktion aber wohl auch dem allgemeinen Ansichtskarten-Hype an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert geschuldet, dem „goldenen Zeitalter“ der Ansichtskarte.</p>

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			<hr />

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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  publikationsvermerk" >
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			<p>publiziert in:<br />
<a href="https://verlagsatelier.de/dettingen-im-spiegel-alter-ansichtskarten/">Dettingen im Spiegel alter Ansichtskarten</a> 2025</p>
<p>&nbsp;</p>

		</div>
	</div>
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</div>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>versus populum 2.0</title>
		<link>https://michael-pfeifer.de/versus-populum-2-0/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[moenanus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 08:09:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Liturgie]]></category>
		<category><![CDATA[Publikation]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie ist es um die Unterscheidbarkeit von Verkündigungs- und Gebetsrichtung bei Neueinrichtung von Kirchenräumen bestellt? Plädoyer für einen neuen Zugang. Zusammenfassung (abstract) eines Aufsatzes aus "das münster".]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1602503096809 vc_column-gap-35"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h1>versus populum 2.0</h1>
<h2>Verkündigungs- und Gebetsrichtung im Kirchenraum</h2>

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			<p>Kirchen sind gerichtete Räume. Sie verweisen auf die Transzendenz. Besondere Architekturelemente (z.B. Chorräume, Fenster) oder besondere Ausstattungsstücke (z.B. Altäre, Kunstwerke) geben dem Raum Richtung. Die Ostung der Baulinie trägt zudem eine kosmologische Komponente ein.</p>
<p>Umgestaltungen bestehender Räume aufgrund liturgischer Neuerungen werfen stets Probleme auf. So verschwand die Multipolarität mittelalterlicher Kirchen in der nachtridentinischen Reform. Der Raum wurde zum Einheitsraum und auf einen Altar bezogen. Dessen Aufstellungsort war fortan allerdings nicht der Platz des Kreuzaltars vor dem Lettner im Zentrum des Raumes, sondern der des Choraltars an der Ostwand der Apsis. Die Entfernung von Gemeinde- und Altarraum vergrößerte sich spürbar.</p>
<p>Nach dem 2. Vatikanischen Konzil rückte der Altar zwar wieder näher an die Gemeinde heran. Dennoch wurde die Trennung zwischen Gemeinde- und Altarraum nicht aufgehoben – auch nicht in sogenannten Konzilskirchen. Zudem stand der Priester nun hinter dem Altar und wandte sich nicht zusammen mit der Gemeinde der Transzendenz zu. Der Verkündigungsort – meist an schlichtes Lesepult – wurde links oder rechts vom mittigen Altar aufgestellt.</p>
<p>Dabei hatten die Kirchbautheoretiker seit der liturgischen Bewegung der 1920er Jahre bereits den Chorraum von Klosterkirchen als Muster für zeitgemäße Liturgieräume ausgemacht – so beispielsweise Johannes van Acken 1922, Rudolf Schwarz 1938, Martin Weber 1940 oder Herbert Muck 1963. Von beiden (allen) Seiten umgeben die gemeinsam Liturgie Feiernden (und nicht der Feier Einzelner Beiwohnenden) den Raum.</p>
<p>Erst seit den späten 1990er Jahren wird dieser Gedanke hierzulande bei Neugestaltungen von Kirchenräumen aufgegriffen. Ambo (Verkündigungs-) und Altar (Gebetsort) werden im freien Raum zwischen den Gemeindeplätzen angeordnet (Communio-Modell). Die Trennung von Altar- und Gemeinderaum wird erstmals überwunden. Allerdings ist die Anordnung der beiden Handlungsorte meist nach wie vor dem versus-populum-Gedanken verhaftet: Der Altar steht vor dem einstigen Altarraum, der Priester wendet sich an ihm stehend der Gemeinde zu. Der Ambo findet seinen Platz demgegenüber im rückwärtigen Bereich der Kirche. Gottes Wort wird also in Richtung des (einstigen) Chorraums verkündet, gebetet wird in Richtung Gemeinde. Nimmt man die Architektur ernst und versteht den Chorraum als gebaute Transzendenz – oder immerhin als Schwelle zu dieser (Rudolf Schwarz) – wirkt dies einigermaßen grotesk. Doch offenbar sind wir seit 1965 sosehr an „versus populum 1.0“ gewöhnt, dass diese Weiterentwicklung keine echte Neuerung darstellt, sondern allenfalls ein „versus populum 2.0“.</p>

		</div>
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			<p>Liturgie ist Kommunikationsgeschehen. Die ab- und aufsteigende Dimension ist jeder gottesdienstlichen Feier eingeschrieben. Gottes Wort kommt auf uns zu, wir antworten in Lobpreis, Dank und Bitte. Diese klare Differenzierung von Verkündigungs- und Gebetsrichtung auch im Vollzug deutlich werden zu lassen, kann die Struktur von Liturgie klar zu Tage fördern. Wenn der Ambo sinnvollerweise vor dem (einstigen) Chorraum oder einer sonstwie ausgezeichneten Transzendenzrichtung steht, wird klar, dass uns der Anruf Gottes in seinem Wort „von draußen“, aus der Unverfügbarkeit also, trifft. Der Altar steht bei diesem Konzept zentral im Raum, wird aber zum Gebet in Richtung Transzendenz genutzt. Hier ist der Ort der Antwort und des gemeinsamen Mahles. Falls es einen ausgezeichneten Leitungsort braucht, ist dieser im rückwärtigen Teil des Raumes anzusiedeln: gut einsehbar und gleichzeitig auch sichtbar das Wort Gottes hörend. Dieses Konzept, das Johannes Krämer „Orientierte Versammlung“ nennt, könnte helfen, das Communio-Modell sinnvoll weiter zu entwickeln und „versus populum 2.0“ zu überwinden.</p>

		</div>
	</div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  publikationsvermerk" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Der vollständige Beitrag ist publiziert in:<br />
<a href="https://schnell-und-steiner.de/produkt/das-muenster-jahrgang-2025-heft-2/">das münster 78</a> (2025) 84–97</p>
<p>&nbsp;</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heilige Madln</title>
		<link>https://michael-pfeifer.de/heimatmuseum-madln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[moenanus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2025 10:04:54 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://michael-pfeifer.de/?p=4580</guid>

					<description><![CDATA[hl. Katharina mit Krone und Rad hl. Barbara mit Krone, Märtyrerpalme, Turm und Abendmahlskelch Heinrich Wohlfahrt 1931 &#160; Der Bildhauer Heinrich Wohlfahrt aus Hanau-Steinheim arbeitete 1931 «zwei ältere Figuren zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0" width="640" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td align="LEFT" valign="TOP"><img loading="lazy" decoding="async" src="Heimatmuseum-Katharina.jpg" width="320" height="320" border="0" /></td>
<td align="RIGHT" valign="TOP"><img loading="lazy" decoding="async" src="Heimatmuseum-Barbara.jpg" width="320" height="320" border="0" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" width="640" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>
<h1><span style="font-family: Arial;"></p>
<p>hl. Katharina</p>
<p>mit Krone und Rad</p>
<p>hl. Barbara</p>
<p>mit Krone, Märtyrerpalme, Turm und Abendmahlskelch<br />
</span></h1>
<h2>Heinrich Wohlfahrt 1931</h2>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td>
Der Bildhauer Heinrich Wohlfahrt aus Hanau-Steinheim arbeitete 1931 «zwei ältere Figuren zu einer hl. Katharina und einer hl. Barbara» um. Die von ihm aufgebrachte Farbfassung hatte wohl von Anfang an einen antikisierenden Effekt, weshalb die Figuren lange als barock galten. Wohlfahrt fertigte weitere Figuren für die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Dettingen: Herz Jesu (1931), Aloysius (1936), Wendelinus (1937), Auferstehungsheiland (1938) sowie die Krippenszene Flucht nach Ägypten (1938) und die Pietà im Vorraum (1940). Anders als diese Figuren wurden Katharina und Barbara allerdings nicht in der Kirche aufgestellt. Womöglich, weil ihr barockes Erscheinungsbild als Stilbruch im expressionistischen Kirchenraum empfunden wurde. Erst in den 1980er Jahren fand Katharina vorübergehend ihren Platz an einem der hinteren Pfeiler. Barbara befindet sich bereits seit Jahren im Heimatmuseum.</p>
<p>Barbara und Katharina zählen zu den vierzehn Nothelfern. Zusammen mit Margareta gelten sie als die «drei heiligen Madl»: Bärbel mit dem Turm, Gretel mit dem Wurm, Kathl mit dem Radl &#8211; das sind die drei heiligen Madl. Aufgezählt werden in diesem Merksatz die drei weiblichen Heiligen unter den Nothelfern mit ihren Attributen Turm, (Lind-)wurm = Drache und Rad.</p>
<p>Als Zweiergruppe treten Katharina und Barbara häufig an Altären oder den Zugängen zum Chorraum auf. Auch in Dettingen hätten von den vorderen Pfeilern Katharina links und Barbara rechts auf die Gemeinde herabgeschaut, die in Prozession zur Kommunionbank zieht. Barbara gilt nämlich als Mahnerin zu einem regelmäßigen Empfang der Kommunion, was bis Mitte des 20. Jahrhunderts hinein nicht selbstverständlich war. Zum Zeichen dafür hält sie den Kelch zusammen mit der Hostie in der rechten Hand. Auch wurde sie im Mittelalter als Sterbepatronin verehrt und verweist mit Kelch und Hostie auf den Empfang des Sterbesakraments.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="Heimatmuseum-Wohlfahrt.jpg" width="640" height="320" border="0" /></p>
<p><i></i></p>
<p><center>Rechnung des Bildhauers Heinrich Wohlfahrt</p>
<p>vom 14. November 1931</center>&nbsp;</p>
<h1>Barbara</h1>
<p>Von der hl. Barbara wird erzählt, sie sei ein hübsches junges Mädchen aus Nikomedien, dem heutigen Izmit am Marmarameer (Türkei) gewesen. Um sie vor unliebsamen Verehrern zu bewahren, beschließt ihr Vater, einen Turm zu bauen, in den sie eingesperrt werden sollte, wenn er auf Reisen ging. Doch Barbara ist wissbegierig und findet Mittel und Wege, um schriftlich mit Gelehrten in Verbindung zu treten. Auch mit Origenes, dem großen Theologen von Alexandrien, soll sie korrespondiert haben. Auf eigenen Wunsch wird sie getauft.</p>
<p>Als der Vater geschäftlich verreist, gibt Barbara den Bauleuten Anweisung, zu den vorhandenen zwei Fenstern ein drittes zum Zeichen der Dreifaltigkeit Gottes zu brechen. Dann drückt sie mit eigener Hand ein Kreuzzeichen in den frischen Putz. Als der Vater zurückkehrt und Nachforschungen über das veränderte Aussehen des Turms anstellt, gibt sich seine Tochter als getaufte Christin zu erkennen. Das macht den Vater so wütend, dass er sie auf der Stelle erschlagen will. Barbara flieht, und eine Felsspalte verbirgt sie. Ein Schäfer aber verrät dem Vater ihr Versteck. Der schleppt sie an den Haaren vor den Statthalter. Auf dessen Befehl hin wird sie gegeißelt, doch sie spricht von den Geißeln als seien es Pfauenfedern gewesen. In der Nacht erscheint ihr Christus im Gefängnis, um ihre Wunden zu heilen. Der erbitterte Statthalter lässt sie nun mit Keulen schlagen, ihr die Brüste abschneiden, sie mit Fackeln brennen. Als er sie dann entkleidet auf dem Marktplatz umhertreibt und peitschen lassen will, erscheint auf Barbaras Gebet hin ein Engel und hüllt sie in ein schneeweiß leuchtendes Gewand. Den Befehl, sie nun mit dem Schwert hinzurichten, führt der erboste Vater selbst aus und wird daraufhin durch vom Himmel fallendes Feuer getötet.</p>
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<h2>Kern der Legende</h2>
<p>Die Legende offenbart ein häufig anzutreffendes Beziehungsproblem. Der Vater versucht, die freie Entfaltung seiner Tochter zu verhindern und sie auf seine eigene Vorstellung von ihrem Lebensweg festzulegen. Er verwehrt ihr die Wahl des Ehemannes wie auch eine eigene Glaubensentscheidung. Es stellt sich heraus, dass beides misslingt und die Tochter ihren eigenen Weg sucht und findet. Für Barbara findet das Leben seine Erfüllung in der geistlichen Vermählung mit Jesus Christus.</p>
<p>Die Gestalt der Barbara ist stark legendenhaft; ein geschichtlicher Kern ist nur schwer auszumachen. Es darf aber angenommen werden, dass sich ihr Martyrium um 306 unter dem Tetrarchen Maximinus Daja ereignete. Vor ihrem Tod soll sie gebetet haben: «Herr Jesus Christus, gewähre mir, dass du dich aller Sünder, die deiner und deiner Diener Leiden gedenken, im Gericht gnädig erweist» und erhielt vom Himmel die Antwort: «Was du erbeten, sei dir gewährt». Im Mittelalter kam es aufgrund dieser Geschichte zur großen Verehrung von Barbara als Sterbepatronin.</p>
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<h2>Patronate und Attribute</h2>
<p>Kelch und Hostie, die der Heiligen oft als Attribut beigegeben werden, weisen auf sie als Helferin in der Sterbestunde hin und auf die Hoffnung, nicht ohne den Empfang der heiligen Sakramente aus der Welt zu scheiden. Bis ins 20. Jahrhundert hinein betete man nach dem häuslichen Rosenkranz ein Vaterunser um Barbaras Hilfe in der Todesstunde. Die große Beliebtheit Barbaras konnten offenbar auch die Reformatoren nicht überall unterdrücken. Als Mahnerin zu einem häufigen Abendmahlsempfang begegnet sie mit ihrem Attribut als «Laienkelch» im 18. Jahrhundert vereinzelt in protestantischen Kirchen.</p>
<p>Neben Kelch und Hostie gehören zu den Attributen der hl. Barbara der Turm (abgeleitet von der Turmlegende) und das Buch (als Hinweis auf ihre Intelligenz). Vereinzelt finden sich auch ihre Marterwerkzeuge, eine Fackel oder eine Pfauenfeder. Die Krone, mit der sie vor allem im Osten dargestellt wird, trägt sie als Tochter aus vornehmem Hause; sie ist auch Zeichen des Sieges, den die Märtyrer errangen.<br />
Die hl. Barbara ist Schutzpatronin der Bergleute, Maurer und Bauarbeiter.</p>
<p>Sie ist Trösterin der Gefangenen und ihre Fürsprache bewahrt vor einem unversehenen Tod.<br />
Ihr Gedenktag ist der 4. Dezember.</p>
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<h2>Barbarazweige</h2>
<p>Verbreitet ist das Schneiden von Barbarazweigen. Am Gedenktag der Heiligen, am 4. Dezember, schneidet man Zweige von Obstbäumen und stellt die Zweige ins Wasser. Im warmen Zimmer fangen die Zweige an auszutreiben und stehen an Weihnachten in Blüte. Dieser Vorgang stellt gleichnishaft das weihnachtliche Mysterium vor Augen. Aus der winterlichen Dunkelheit erblüht nach der adventlichen Zeit der Erwartung das neue Leben: «Es ist ein Ros entsprungen.» (vgl. Jes 11)</p>
<p>Heiratsfähige Mädchen deuteten diesen Brauch gelegentlich etwas profaner: Blühen die Zweige bis Weihnachten, dann stellt sich im kommenden Jahr der ersehnte Hochzeiter ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Gebet aus Vierzehnheiligen</h2>
<p>Heilige Barbara,</p>
<p>solange wir leben, fühlen wir uns gefangen</p>
<p>in Sorge und Not, in Leid und Sünde.</p>
<p>Hilf, daß wir Jesu Leiden,</p>
<p>sein Sterben und seine Auferstehung</p>
<p>als Botschaft der Befreiung</p>
<p>aus unserer irdischen Gefangenschaft begreifen</p>
<p>und in der Todesstunde eingehen dürfen</p>
<p>in sein ewiges Erbarmen.</p>
<p><i>aus: Manhart/Pfeifer/Voderholzer, Bei Gott für uns stets Fürsprach tut. Die vierzehn Nothelfer, Haar 1994.</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Katharina</h1>
<p>Die hl. Katharina von Alexandrien stammte aus adeliger Familie, war angeblich die Tochter des zyprischen Königs und lebte in großem Reichtum. Die überaus schöne und kluge Frau ist so stolz, dass sie sich nur dem Mann vermählen will, der ihr an Adel, Schönheit und Weisheit ebenbürtig ist. Selbst den Sohn des Kaisers verschmäht sie, als er um ihre Hand anhält.</p>
<p>Da begegnet sie einem Einsiedler, der sie auf Jesus Christus aufmerksam macht. Katharina ist von der Lehre Christi überwältigt. Der Einsiedler rät ihr, sich im Gebet an Maria, die Mutter Jesu zu wenden. Auf mehrere Visionen hin lässt sich Katharina taufen und erlebt im Traum, wie Christus ihr zum Zeichen der mystischen Vermählung den Ring an den Finger steckt.</p>
<p>Als Kaiser Maxentius (306-312) nach Alexandrien kommt und das Opfer für die Götter verlangt, tritt ihm Katharina entgegen und erklärt, seine Götter seien nichts als böse Geister. Der Kaiser könnte sie foltern lassen, doch er will die kluge Frau mit Hilfe seiner Gelehrten bezwingen. So ruft er fünfzig «Meister der Grammatik und Rhetorik» aus den verschiedenen Provinzen herbei, um sie von ihrem Irrtum zu überzeugen. Lange Zeit streiten die Gelehrten mit Katharina, doch sie widerlegt deren Argumente mit solcher Klarheit, dass sich zum Schluss alle Beteiligten gegen die Götter und für Christus aussprechen.</p>
<p>Wutentbrannt verurteilt der Kaiser die Gelehrten zum Tod auf dem Scheiterhaufen. Nun wird Katharina doch gefoltert und ins Gefängnis geworfen. Die Kunde davon dringt bis zur Kaiserin. Neugierig geworden lässt sie sich vom Kerkermeister zur Verurteilten führen. Sie findet Katharina in der Gesellschaft von Engeln, die ihre Wunden pflegen. Als nun auch die Kaiserin sich zum Christentum bekennt, befiehlt Maxentius, Katharina zu töten. Ein Rad, bestückt mit Messern, wird herbeigebracht, doch Blitze zerschlagen das Rad und töten die Henker. Nun wird Katharina kurzerhand enthauptet. Die Legende erzählt, dass ihr Leichnam von Engeln weggetragen und im heiligen Boden des Sinai bestattet wurde. In dem heute nach ihr benannten und weltberühmten Kloster am Fuße des Sinaiberges werden seit dem 10. Jahrhundert ihre Reliquien verehrt. Von dort verbreitete sich die Verehrung nach Westen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Attribute</h2>
<p>Die hl. Katharina wird stets mit einer Krone auf dem Haupt gezeigt, oft mit Schwert und Märtyrerpalme; ihr unverkennbares Attribut aber ist das zerbrochene Rad.</p>
<p>Sie ist Patronin der Schneider, der Philosophen, Juristen und auch der Universitäten; angerufen wird sie bei Kopf- und Zungenleiden.<br />
Ihr Gedenktag ist der 25. November.</p>
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<h2>Caterinetten</h2>
<p>Wegen des Rades wurde Katharina zur Patronin der Näherinnen. Ob ihrer außerordentlichen Schönheit wird sie aber auch von den Modistinnen und Schneiderinnen der Pariser Modehäuser gern als Patronin in Anspruch genommen. Sinnigerweise nennt man daher die Vertreterinnen dieser Zunft «les Catérinettes».</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Kathreintag und Kathreintanz</h2>
<p>Der 25. November nahm im bäuerlichen Leben eine besondere Stelle ein. Am Kathreintag endete nämlich die Weidezeit. Auf den Höfen begann man mit der Schafschur. In manchen Gegenden standen an diesem Tag alle Räder still. Für Mägde und Knechte gab es am Kathreintag den Jahreslohn. Das war auch der Tag, an dem sie den Hof wechseln konnten. Am Abend fand der traditionelle Kathreinstanz statt, einer der Höhepunkte des ganzen Jahres. Es war die letzte Gelegenheit, vor dem Beginn des Advents nochmals das Tanzbein zu schwingen, denn es galt die Regel «Kathrein stellt den Tanz ein».</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Gebet aus Vierzehnheiligen</h2>
<p>Heilige Katharina,</p>
<p>lehre uns begreifen, daß die demütige Hingabe</p>
<p>an den Willen Gottes wichtiger sein kann</p>
<p>als alles Forschen und Wissen in dieser Welt.</p>
<p>Hilf uns, inmitten der vielfältigen Gefahren unserer Zeit</p>
<p>stets das Wahre zu erkennen</p>
<p>und Gott durch ein überzeugtes Leben aus dem Glauben</p>
<p>in Treue zu dienen.</p>
<p><i>aus: Manhart/Pfeifer/Voderholzer, Bei Gott für uns stets Fürsprach tut. Die vierzehn Nothelfer, Haar 1994.</i></p>
<p align="RIGHT"><i>Michael Pfeifer 2016</i></p>
<p>&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
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</tr>
</tbody>
</table>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Wie faltet man ein Korporale</title>
		<link>https://michael-pfeifer.de/korporale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[moenanus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Dec 2024 18:29:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liturgie]]></category>
		<category><![CDATA[Publikation]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder taucht in der Aus- und Fortbildung von Küsterinnen, Diakonen und Priestern die Frage auf, wie man ein Korporale korrekt faltet.Hier ein Tutorial in Wort und Bild.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1602503096809 vc_column-gap-35"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h1>Wie faltet man ein Korporale?</h1>
<h2>Liturgisches Spezialwissen</h2>

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			<p>Immer wieder taucht in der Aus- und Fortbildung von Küsterinnen, Diakonen und Priestern die Frage auf, wie man ein Korporale korrekt faltet. Beim Korporale (von lateinisch <em>corpus – Körper, Leib)</em> handelt es sich um ein quadratisches Leinentuch von ca. 45 cm Seitenlänge, das auf dem Altar entfaltet wird, um die eucharistischen Gaben darauf zu stellen. Es soll verhindern, dass Partikel der Hostien verloren gehen. Daher wird es nur nach innen gefaltet.</p>
<p>Zunächst wird mit beiden Händen das untere Drittel, danach das obere Drittel zur Mitte hin geklappt. Danach faltet man mit zunächst das rechte, sodann das linke Drittel ein.</p>

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			<p>Das Tuch soll so zu liegen kommen, dass die „rechten Seite“ des Stoffes oben liegt. Beim zusammengefalteten Korporale ist also die „linke Seite“ mit der Saumnaht außen. Dies ist beim Bügeln zu beachten. Das aufgestickte Kreuz markiert die Mitte des unteren Randes, der gegen die Altarseite zeigt, an der der Priester steht.</p>

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		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Das Korporale sollte stets erst unmittelbar vor Gebrauch, also bei der Messe vor der Gabenbereitung entfaltet werden (AEM 49). Sein Entfalten symbolisiert das Decken des Altar als ganzem zur Eucharistiefeier, wie es am Karfreitag innerhalb der Liturgie noch in seiner Vollform vollzogen wird.</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Purifikatorium und Lavabotuch</h3>

		</div>
	</div>

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			<p>Zwei weitere Tücher werden gerne verwechselt: das Purifikatorium und das Lavabotuch. Beide werden ähnlich gefaltet: längs in drei Bahnen.</p>

		</div>
	</div>
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			<p>Das Purifikatorium dient zum Reinigen des Messkelchs und misst etwa 25×45 cm. Es hat meist ein zentral aufgesticktes Kreuz.</p>

		</div>
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		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Das Lavabotuch wird bei der Händewaschung im Rahmen der Gabenbereitung verwendet und ist mit ca. 35×45 cm etwas breiter als das Purifikatorium. Vielfach ist am unteren Rand der Schmalseite ein Kreuz aufgestickt.</p>

		</div>
	</div>

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			<p>Beide Tücher dienen der Aufnahme von Flüssigkeiten und sollten daher nicht gestärkt werden. Anders ist das beim Korporale, das in jedem Fall gestärkt sein sollte.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class=" ubtn-ctn-left "><a class="ubtn-link ult-adjust-bottom-margin ubtn-left ubtn-small " href="https://www.paramentenwerkstatt.de/paramentik-wissen/basiswissen/kelchtuch-oder-puriwas" title="Paramentik-Wissen" ><button type="button" id="ubtn-2631"  class="ubtn ult-adjust-bottom-margin ult-responsive ubtn-small ubtn-no-hover-bg  none  ubtn-sep-icon ubtn-sep-icon-right-push  ubtn-left   tooltip-69b73ef5489fa"  data-hover="" data-border-color="" data-bg="#c7d0db" data-hover-bg="" data-border-hover="" data-shadow-hover="" data-shadow-click="none" data-shadow="" data-shd-shadow=""  data-ultimate-target='#ubtn-2631'  data-responsive-json-new='{"font-size":"desktop:16px;","line-height":""}'  style="font-weight:normal;border:none;background: #c7d0db;color: #536b9c;"><span class="ubtn-data ubtn-icon"><i class="icomoon-the7-font-the7-link-03" style="font-size:26px;color:;"></i></span><span class="ubtn-hover" style="background-color:"></span><span class="ubtn-data ubtn-text " >mehr</span></button></a></div></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  trennlinie" >
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			<hr />

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p>Originalbeitrag</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Theologe · Gegenpapst · Märtyrer</title>
		<link>https://michael-pfeifer.de/hippolyt-legenden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[moenanus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2024 17:50:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dettingen]]></category>
		<category><![CDATA[Publikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://michael-pfeifer.de/?p=4329</guid>

					<description><![CDATA[Der Beitrag bringt Licht ins Dunkel der einander scheinbar widersprechenden Hippolyt-Biographien und Ikonographien. Nebenbei offenbart sich die Hippolytlegende als ein Paradebeispiel spätantiker Bilderwelt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1602503096809 vc_column-gap-35"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h1>Theologe · Gegenpapst · Märtyrer</h1>
<h2>Die Lebensgeschichten des heiligen Hippolyt</h2>

		</div>
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			<p class="Vortrag"><em>„Der Bischof breitet die Hände über der Gabe aus, und dabei soll er zusammen mit dem gesamten Presbyterium das Dank­gebet sprechen:</em><br />
<em>Der Herr sei mit euch. </em><br />
<em>Und alle sollen antworten: Und mit deinem Geiste.</em><br />
<em>Empor die Herzen. – Wir haben sie beim Herrn.</em><br />
<em>Laßt uns danksagen dem Herrn. – Das ist würdig und recht.</em><br />
<em>Und er soll so fortfahren:</em><br />
<em>Wir sagen dir Dank, Gott, durch deinen geliebten Knecht Jesus Christus, </em><br />
<em>den du uns in diesen letzten Zeiten als Retter, Erlöser </em><br />
<em>und Boten deines Willens gesandt hast. </em><br />
<em>Er ist dein von dir untrenn­bares Wort, </em><br />
<em>durch ihn hast du alles geschaffen zu deinem Wohlgefallen.“</em></p>
<p class="Vortrag">So oder so ähnlich beten wir in jeder Messfeier. Tatsächlich stammt der Text aus einem Buch, das dem hl. Hippolyt zugeschrieben wird, der sogenannten Traditio Apostolica (Apostolische Überlieferung). In jeder Messe bedienen wir uns der Worte unseres Ortspatrons. Aber wer war er? Das zu ergründen ist nicht einfach, mischen sich doch in seiner Biographie Motive mehrerer Personen.</p>
<p class="Vortrag">Im Martyrologium von 1860 stehen vierzehn Personen mit Namen Hippolyt, davon wenigstens sieben, die die historische bzw. legendarische Gestalt unseres Heiligen berühren. Das Gedächtnis des Heiligen wird seit dem 3. Jh. ununterbrochen am 13. August begangen, einem Festtag, der bei den Römern mit der Göttin Diana (Artemis) in Verbindung stand. Davon wird noch zu reden sein.</p>
<p class="Vortrag">Die Legende, die das Martyrologium am 13. August bietet, ist allerdings ein hochartifizelles Produkt und als Literatur keinesfalls wörtlich zu nehmen. Auch dazu weiter unten.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1720627314061"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h2>Griechische Mythologie</h2>
<div id="attachment_4371" style="width: 410px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4371" class="wp-image-4371" src="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytos-Vase-581x333.png" alt="Hippolytos als Wagenlenker" width="400" height="229" srcset="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytos-Vase-581x333.png 581w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytos-Vase-300x172.png 300w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytos-Vase.png 937w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-4371" class="wp-caption-text">Hippolytos als Wagenlenker</p></div>
<p>In der griechischen Mythologie war Hippolytos (wörtlich: <em>der die Pferde loslässt</em>) Sohn des Theseus und der Amazone Antiope. In Hippolytos verliebt sich Phaidra, die spätere Frau des Theseus, doch ihre Liebe bleibt unerwidert. So tötet Phaidra sich selbst, hinterlässt aber einen Abschiedsbrief, in dem sie behauptet, Hippolytos habe ihr nachgestellt. Daraufhin verflucht Theseus seinen Sohn Hippolytos. Dieser flieht auf einem Wagen und gilt seither als berühmter Wagenlenker.</p>
<p>Auf Theseus’ Bitten schickt Poseidon, der Gott des Meeres ein Seeungeheuer an den Strand, an dem Hippolytos mit einem Pferdewagen unterwegs war. Die Pferde scheuen, der Wagen rast an einen Ölbaum, Hippolytos verfängt sich in den Zügeln und wird zu Tod geschleift.</p>
<p>Eine Fortsetzung dieser abenteuerlichen Geschichte findet man in mehreren Varianten. Bei Apollodor heißt es, Asklepios habe den Verunglückten wieder zum Leben erweckt und er lebe unerkannt als <em>Virbius </em>in einem Hain der Diana.<a href="#eins">[1]</a> Eratosthenes behauptet, er sei an den Himmel versetzt worden als Sternbild, das heute als <em>Fuhrmann, Wagenlenker </em>bezeichnet wird.<a href="#zwei">[2]</a></p>
<p>Des Hippolyt-Stoffes haben sich große antike Schriftsteller wie Pausanias, Euripides, Sophokles, Ovid oder Seneca angenommen.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="aio-icon-component  vc_custom_1720628002422   style_1"><div id="Info-box-wrap-5529" class="aio-icon-box left-icon" style=""  ><div class="aio-icon-left"><div class="ult-just-icon-wrapper  "><div class="align-icon" style="text-align:center;">
<div class="aio-icon none "  style="color:#c7d0db;font-size:32px;display:inline-block;">
	<i class="icomoon-the7-font-the7-arrow-21"></i>
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Der antike Hippolyt wird von Pferden zu Tode geschleift. Zudem blitzt in einem Überlieferungsstrang die Göttin Diana auf.</div> <!-- description --></div> <!-- aio-ibd-block --></div> <!-- aio-icon-box --></div> <!-- aio-icon-component --></div></div></div></div><!-- Row Backgrounds --><div class="upb_color" data-bg-override="0" data-bg-color="#f7f7f8" data-fadeout="" data-fadeout-percentage="30" data-parallax-content="" data-parallax-content-sense="30" data-row-effect-mobile-disable="true" data-img-parallax-mobile-disable="true" data-rtl="false"  data-custom-vc-row=""  data-vc="8.7.2"  data-is_old_vc=""  data-theme-support=""   data-overlay="false" data-overlay-color="" data-overlay-pattern="" data-overlay-pattern-opacity="" data-overlay-pattern-size=""    ></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1720627363409"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h2>Hippolyt von Rom</h2>
<h5>Leben</h5>
<p>Hippolyt von Rom ist wohl vor 170 geboren worden. Er stammte wahrscheinlich aus dem griechischen Osten des römischen Reiches, vielleicht aus Kleinasien. Er bezeichnete sich selbst als Schüler des hl. Irenäus von Lyon, der aus Smyrna (Izmir) stammte. Irenäus war mehrfach, wenn auch immer nur kurz in Rom.</p>
<p>Hippolyt wurde Priester und war ein hochangesehenes, gelehrtes Mitglied der Christengemeinde von Rom – lange vor der Konstantinischen Wende, in einer Zeit, als es immer wieder punktuell zu Verfolgungen kam, sich die Christen aber auch zeitweilig frei in der heidnischen Gesellschaft bewegen konnten.</p>
<p>Hippolyt hatte unter Bischof Victor im Klerus von Rom eine einflussreiche Stellung inne. Victors Nachfolger Zephyrinus wählte sich als Mitarbeiter einen gewissen Calixtus, einen ehemaligen Sklaven, mit dem Hippolyt schnell in scharfen persönlichen Gegensatz geriet. Es ging dabei zunächst um theologische Streitfragen. Als Calixtus im Jahr 217 zum Papst gewählt wurde, beschuldigte er den Hippolyt und seine Anhänger der Irrlehre.</p>
<p>Beide trugen auch einen Zwist in der Morallehre aus. Calixtus erlaubte die Ehe zwischen Sklaven und Freien, was nach staatlichem Gesetz verboten war. Hippolyt legte dies als Duldung des Konkubinats aus und sah darin eine billige Massenwerbung für die Kirche und den Ruin der kirchlichen Zucht. Auch ermöglichte Calixtus die Wiederaufnahme von Sündern, während Hippolyt für größere Strenge eintrat. Für ihn ist Kirche eine Gemeinschaft der Reinen und Heiligen.</p>
<p>Hippolyt trennte sich von Calixtus und ließ sich vermutlich von einer Minderheit der römischen Gemeinde als ihr Leiter und damit zum ersten Gegenpapst der Kirchengeschichte ausrufen. Die Gegenpapst-These ist heute fraglich, aber die inhaltliche Differenz führte sicher zu einem Schisma (Spaltung) in der Kirche von Rom.</p>
<p>Das Schisma des Hippolyt dauerte von 217, der Wahl des Calixtus, bis 235 an, also auch unter den auf Calixtus folgenden Bischöfen Urban und Pontianus. Diese 20 Jahre sind keine Kleinigkeit, die man schnell vergessen könnte.</p>
<p>Kaiser Maximinus Thrax, der anders als sein Vorgänger wieder stärker gegen Christen vorging, verbannte Papst Pontianus und Hippolyt, also die führenden Köpfe der Gemeinde zusammen nach Sardinien, wo beide 235 auf ihr Amt verzichteten und so das Schisma beendeten.</p>
<p>Sie erlagen schließlich den Strapazen in den Bergwerken, und wurden am 13.8.236 in Rom bestattet: Pontianus in der Papstgruft der Calixtus-Katakombe – die Grabplatte wurde 1909 entdeckt – Hippolyt in dem nach ihm benannten Coemeterium an der Via Tiburtina. Spätestens seit dem 4. Jh. wurden beide als Märtyrer verehrt. Im Kalender stand übrigens Hippolyt stets an erster Stelle des Doppelgedenktags. Ab ca. 500 verschwand Pontianus aus dem Kalender und tauchte in der Neuzeit an einem anderen Datum wieder auf, am 19. November. Seit der Kalenderreform vom 1969 finden sich beide Heilige wieder am 13. August, nun aber wurde Pontianus dem Hippolyt vorangestellt.</p>
<h5>Werk</h5>
<p>Hippolyt war ein ungemein fruchtbarer und einflussreicher Schriftsteller. Wohl weil er auf Griechisch schrieb, wurden seine Werke im Westen schnell vergessen. Im Osten hingegen wurden die Schriften tradiert und ins Syrische, Arabische, Koptische und Slawische übersetzt.</p>
<p>Unter seinen Werken sind zunächst Bibelauslegungen zu nennen. Sein Kommentar zur Susanna-Erzählung im Danielbuch deutet die Geschichte als Allegorie für das Verhältnisses zwischen Christus und der Kirche. Es handelt sich bei dieser Schrift um den ältesten erhaltener Bibelkommentar. Er entstand um das Jahr 200. Hippolyt verfasste auch einen Kommentar zum alttestamentlichen Hohelied.</p>
<p>Unter seinen apologetischen und dogmatischen Werken ist sein wichtigstes eine zehnbändige Arbeit namens „Philosophumena“ über die Häresien, die er sämtlich auf heidnische Philosophien und Mysterien zurückführt. Darin schlägt sich auch seine dogmatische Auseinandersetzung mit der Callixtus-Gruppe nieder.</p>
<p>Seine Weltchronik (von Adam bis 234 n. Chr.) ist aufschlussreich über die damaligen geographischen Vorstellungen sowie über die Kenntnisse seiner Zeit über die Segelkunst. Hieronymus bemerkt, er wisse nicht, was er an Hippolyt mehr bewundern solle: seine Kenntnisse der Heiligen Schrift oder seine Gelehrsamkeit in weltlichen Fächern. Hippolyt war wohl das, was man später einen Universalgelehrten nannte.</p>
<p>Hippolyt verfasste auch Predigten über Ostern und über die Psalmen. Sehr wahrscheinlich ist er der Verfasser des sogenannten „Canon Muratori“, des ältesten Verzeichnisses der Bücher des Neuen Testaments. Viele seiner Schriften sind heute verschollen, werden aber als benützte Quellen in den Werken anderer altkirchlicher Autoren wiedererkannt. Unter anderen benutzten Ambrosius und Hieronymus seine Werke.</p>
<h5>Statue</h5>
<div id="attachment_4373" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4373" class="wp-image-4373" src="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytstatue-digitalcommons.acu_.edu-Everett-Ferguson-222x333.jpg" alt="Hippolytstatue" width="200" height="301" srcset="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytstatue-digitalcommons.acu_.edu-Everett-Ferguson-222x333.jpg 222w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytstatue-digitalcommons.acu_.edu-Everett-Ferguson-200x300.jpg 200w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytstatue-digitalcommons.acu_.edu-Everett-Ferguson.jpg 523w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-4373" class="wp-caption-text">Hippolytstatue von 224</p></div>
<p>Im Jahr 1551 wurde in Rom eine Marmorplastik gefunden. Sie zeigt einen Lehrer, Philosophen oder Gebildeten, der auf einer Kathedra sitzt. Auf der Seite dieses Lehrstuhls sind Osterfesttabellen und Titel von Schriften eingemeißelt, die von Hippolyt stammen. Darunter auch die eingangs zitierte Schrift <em>Traditio Apostolica</em>, die den Stand der Liturgie vor der Konstantinischen Wende abbildet. Das nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil geschaffene zweite Hochgebet geht auf dieses Eucharistiegebet Hippolyts zurück, das in dieser Schrift überliefert ist. In vielen unserer liturgischen Feiern kommt also der hl. Hippolyt zu Wort.</p>
<p>Die Marmorstatue (der Kopf wurde ergänzt) ist zu Lebzeiten Hippolyts, wohl 224, gefertigt worden. Papst Johannes XXIII. ließ sie am Eingang der Vatikanischen Bibliothek aufstellen.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="aio-icon-component  vc_custom_1720633016441   style_1"><div id="Info-box-wrap-1760" class="aio-icon-box left-icon" style=""  ><div class="aio-icon-left"><div class="ult-just-icon-wrapper  "><div class="align-icon" style="text-align:center;">
<div class="aio-icon none "  style="color:#c7d0db;font-size:32px;display:inline-block;">
	<i class="icomoon-the7-font-the7-arrow-21"></i>
</div></div></div></div><div class="aio-ibd-block"><div class="aio-icon-description ult-responsive"  data-ultimate-target='#Info-box-wrap-1760 .aio-icon-description'  data-responsive-json-new='{"font-size":"","line-height":""}'  style="">Halten wir als gesicherte biographische Daten fest:<br />
Hippolyt war ein einflussreicher Presbyter in Rom, ein gelehrter und gebildeter Schriftsteller. Über 20 Jahre leitete er einen Teil der römischen Gemeinde in Abgrenzung zum Papst, versöhnte sich mit diesem aber in der Verbannung. Hippolyt wurde am 13. August 236 an der Via Tiburtina bestattet.</div> <!-- description --></div> <!-- aio-ibd-block --></div> <!-- aio-icon-box --></div> <!-- aio-icon-component --></div></div></div></div><!-- Row Backgrounds --><div class="upb_color" data-bg-override="0" data-bg-color="#f7f7f8" data-fadeout="" data-fadeout-percentage="30" data-parallax-content="" data-parallax-content-sense="30" data-row-effect-mobile-disable="true" data-img-parallax-mobile-disable="true" data-rtl="false"  data-custom-vc-row=""  data-vc="8.7.2"  data-is_old_vc=""  data-theme-support=""   data-overlay="false" data-overlay-color="" data-overlay-pattern="" data-overlay-pattern-opacity="" data-overlay-pattern-size=""    ></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1720627376884"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h2>Wie passen Dettinger Bilder zu dieser Biographie?</h2>
<h5>Dettinger Kreuz</h5>
<div id="attachment_4368" style="width: 410px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4368" class="wp-image-4368" src="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytkirche-Dettinger-Kreuz-418x333.jpg" alt="Hippolytkirche Dettingen, Dettinger Kreuz" width="400" height="319" srcset="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytkirche-Dettinger-Kreuz-418x333.jpg 418w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytkirche-Dettinger-Kreuz-1024x817.jpg 1024w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytkirche-Dettinger-Kreuz-300x239.jpg 300w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytkirche-Dettinger-Kreuz.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-4368" class="wp-caption-text">Hippolytkirche Dettingen, Gewölbeschlussstein im Zelebrantensitz &#8222;Dettinger Kreuz&#8220;</p></div>
<p>Die rätselhafteste Darstellung ist wohl das sogenannte <em>Dettinger Kreuz</em>, das auch 1968 ins Gemeindewappen von Dettingen und nach der Fusion 1975 von Karlstein übernommen wurde. Das Gewölbe der rechts an den Chor angebauten Nische ist von einem doppelten Kreuzrippengewölbe überspannt, welches in der Mitte eine rautenförmige Fläche ausspart, in dem ein T-förmiges Kreuz eingearbeitet ist. An den Kreuzesbalken ist ein mit knielangem Rock und Kopfbedeckung bekleidete bärtige Gestalt mittels Stricken gebunden. In der inschriftlich belegten Entstehungszeit dieser Kleinarchitektur (1445) war die ikonographische Tradition der Romanik längst vergessen, in der Christus mit langem Haar und in herrschaftlicher Tunika als König am Kreuz thront und es entstand die Legende der hl. Wilgefortis (Kümmernis), einer gekreuzigten, bärtigen Frau.</p>
<div id="attachment_4370" style="width: 410px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4370" class="wp-image-4370" src="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytmarter-Passeier-427x333.jpg" alt="Hippolytmarter" width="400" height="312" srcset="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytmarter-Passeier-427x333.jpg 427w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytmarter-Passeier-1024x799.jpg 1024w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytmarter-Passeier-300x234.jpg 300w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytmarter-Passeier.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-4370" class="wp-caption-text">Hippolytmarter, Fresko von 1390 aus der Hippolytkirche auf Glaiten, Passeiertal</p></div>
<p>Damit hat die Darstellung allerdings nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um den Kirchenpatron selbst, wie ein Bericht des Jesuitenpaters Gamans aus dem Jahr 1660 belegt.<a href="#zweia">[2a]</a> Vergleichbare Darstellungen gibt es auch in Weilheim, Eferding und der Hippolytkirche auf Glaiten im Passeiertal. Dort zeigt ein um 1390 entstandenes Fresko den nur mit einem Lendentuch bekleideten Heiligen mit Stricken an einen Querbalken gebunden, sodass sich eine Kreuzesform ergibt. Die Folterszene ist eine direkte Umsetzung des in der <em>Legenda aurea</em> enthaltenen Berichts, wonach Kaiser Decius den Heiligen „mit Knütteln schlagen und sein Fleisch mit eisernen Kämmen zerreißen“ ließ.<a href="#drei">[3]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fresko</h5>
<div id="attachment_4366" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4366" class="wp-image-4366" src="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytfresko-199x333.jpg" alt="Hippolytkirche Dettingen, Fresko" width="200" height="334" srcset="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytfresko-199x333.jpg 199w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytfresko-180x300.jpg 180w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytfresko.jpg 599w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-4366" class="wp-caption-text">Hippolytkirche Dettingen, Fresko im Fenstergewände</p></div>
<p>Kaum mehr lesbar sind die Heiligendarstellungen in den Fenstergewänden des Chores. Während die hl. Katharina links am Rad als ihrem Attribut erkennbar ist, bleibt der rechts dargestellte Bischof anonym. Allerdings wurde Hippolyt in dieser Zeit auch als Bischof dargestellt. Bekannt ist beispielsweise ein Altarflügel im Ulmer Münster aus dem Jahr 1521.<a href="#vier">[4]</a> Dort ist Hippolyt zusammen mit der hl. Barbara dargestellt, die häufig der hl. Katharina gegenübergestellt wird.</p>
<h5>Halbfigur</h5>
<div id="attachment_4365" style="width: 410px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4365" class="wp-image-4365" src="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytfigur-400x333.jpg" alt="Hippolytkirche Dettingen, Hippolytfigur" width="400" height="333" srcset="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytfigur-400x333.jpg 400w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytfigur-1024x853.jpg 1024w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytfigur-300x250.jpg 300w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytfigur.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-4365" class="wp-caption-text">Hippolytkirche Dettingen, Halbfigur</p></div>
<p>Am zentralen Gewölbeansatz des nördlichen Seitenschiffs ist auf einer Konsole die Halbfigur eines Heiligen befestigt. Sie zeigt ihn mit gesprengten Ketten, nach oben ausgestrecktem rechten Arm und dem Siegslorbeer auf dem Haupt. Zwar ist die Kette als Attribut für Hippolyt unüblich, doch stellt sie einen Bezug zu seiner Gefangenschaft und Verbannung her. Als Märtyrer – darauf verweist der Siegeslorbeer – wird Hippolyt bereits im 6. Jh. mehrfach dargestellt.<a href="#fuenf">[5]</a></p>
<h5>Prozessionsfigur</h5>
<div id="attachment_4656" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4656" class="wp-image-4656" src="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2025/09/Hippolyt-Prozessionsfigur-126x333.png" alt="Hippolytkirche Dettingen, Pozessionsfigur" width="200" height="527" srcset="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2025/09/Hippolyt-Prozessionsfigur-126x333.png 126w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2025/09/Hippolyt-Prozessionsfigur-388x1024.png 388w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2025/09/Hippolyt-Prozessionsfigur-114x300.png 114w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2025/09/Hippolyt-Prozessionsfigur.png 569w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><p id="caption-attachment-4656" class="wp-caption-text">Hippolytkirche Dettingen, Pozessionsfigur</p></div>
<p>Die Darstellung zeigt Hippolyt als römischen Soldaten mit Schlüsselbund und (abgebrochenem) Schwert. Sie spielt damit darauf an, dass Hippolyt der Kerkermeister des hl. Laurentius gewesen und von diesem getauft worden sei.</p>
<p>Die Figur befand sich viele Jahrzehnte über dem Eingang des Pfarrhauses, bevor sie dort 2010 durch eine Marienfigur ersetzt wurde. Einst wurde die Figur bei Prozessionen mitgetragen, wie ein Foto aus dem jahr 1936 belegt. Dort ist auch noch die Siegespalme zu erkennen, die Hippolyt einst in seiner Linken trug.</p>
<h5>Gemälde</h5>
<div id="attachment_4367" style="width: 410px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4367" class="wp-image-4367" src="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytgemaelde-241x333.png" alt="Hippolytkirche Dettingen, Gemälde" width="400" height="553" srcset="https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytgemaelde-241x333.png 241w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytgemaelde-217x300.png 217w, https://michael-pfeifer.de/wp-content/uploads/2024/07/Hippolytgemaelde.png 723w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><p id="caption-attachment-4367" class="wp-caption-text">Hippolytkirche Dettingen, ehemaliges Altarbild: Hippolyt wird von einem Pferd zu Tode geschleift</p></div>
<p>Schließlich zeigt ein barockes Ölgemälde, das sich bis 1950 als zentrales Altarbild im neugotischen Retabel befand, ein ganz anderes Martyrium des hl. Hippolyt: Er wird, an den Schweif eines Pferdes gebunden, zu Tode geschleift. Diese Szene führt zu einer weiteren Legende um den Heiligen, die mit der realen Person, wie wir sie kennengelernt haben, auf den ersten Blick nichts zu tun hat.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1720627376884"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h2>Die Offizierslegende</h2>
<p>Sixtus, zur Zeit der Verfolgung des Kaisers Decius, Bischof von Rom, hatte die Verwaltung des Kirchenvermögens seinem Diakon Laurentius überlassen. Als Sixtus hingerichtet werden sollte, bat Laurentius: „Verlass mich nicht Vater! Wo gehst Du hin, wohin du mich nicht mitnähmest?“, und er erklärte, er habe seine Schätze bereits verteilt.</p>
<p>Dadurch wurde der Kaiser auf Laurentius aufmerksam und versuchte, unter der Folter etwas über die Schätze der Kirche zu erfahren. Im Gefängnis übergab Decius den Laurentius einem gewissen Hippolyt, einem Offizier der kaiserlichen Prätorianergarde.</p>
<p>Im Kerker wirkte Laurentius die Heilung eines Blinden, worauf sich Hippolyt bekehrte und sich taufen ließ. Auch die Mitglieder von Hippolyts Hausfamilie wurden Christen.</p>
<p>Laurentius erbat schließlich vom Kaiser eine Frist von drei Tagen, für die Hippolyt bürgte, um die <em>Schätze der Kirche</em> zusammenzutragen. Auf Wagen fuhr er Arme, Kranke und Alte zum Kaiser und erklärte: „Das sind die Schätze der Kirche, die nie weniger, sondern immer mehr werden. Ihre Hände haben die guten Taten an ihnen in den Himmel getragen.“</p>
<p>Daraufhin ließ der Kaiser Laurentius auf einem glühenden Rost hinrichten. Der Priester Justinus begrub ihn am nächsten Tag.</p>
<p>Justinus war es auch, der der Hausgemeinschaft Hippolyts, seiner Amme Concordia und seinen Sklaven die Eucharistie spendete. Noch bevor sie sich danach zum Essen niederlassen wollten, kamen Soldaten und brachten Hippolyt zum Kaiser. Vor ihm bekannte sich Hippolyt als Christ und wurde daraufhin mit Keulen geschlagen und mit eisernen Kämmen zerfleischt. Hippolyts Vermögen wurde beschlagnahmt und seine Familie verhaftet. Stellvertretend für die anderen bekannte die Amme Concordia: „Wir wollen mit unserem Herrn lieber in Ehre sterben als in Unehre leben.“ Sie wurde auf der Stelle erschlagen. Hippolyt und seine Haussklaven wurden vor das Stadttor  an der Via Tiburtina geführt, die Sklaven dort enthauptet und Hippolyt mit den Füßen an wilde Pferde gebunden und durch Disteln und Dornen zu Tode geschleift.</p>
<p>Diese sog. „Offizierslegende“ des hl. Hippolyt, begegnet erstmals um 500. So fand sie auch Eingang ins Brevier an den Festtagen von Laurentius und Hippolyt.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="aio-icon-component  vc_custom_1720950693133   style_1"><div id="Info-box-wrap-4178" class="aio-icon-box left-icon" style=""  ><div class="aio-icon-left"><div class="ult-just-icon-wrapper  "><div class="align-icon" style="text-align:center;">
<div class="aio-icon none "  style="color:#c7d0db;font-size:32px;display:inline-block;">
	<i class="icomoon-the7-font-the7-arrow-21"></i>
</div></div></div></div><div class="aio-ibd-block"><div class="aio-icon-description ult-responsive"  data-ultimate-target='#Info-box-wrap-4178 .aio-icon-description'  data-responsive-json-new='{"font-size":"","line-height":""}'  style="">Die Eckpunkte der Offiziers-Legende:<br />
Hippolyt ist Kerkermeister des hl. Laurentius, bekehrt sich und wird getauft. Wegen seines christlichen Glaubens wird er geschlagen, zerfleischt und von Pferden zu Tode geschleift.</div> <!-- description --></div> <!-- aio-ibd-block --></div> <!-- aio-icon-box --></div> <!-- aio-icon-component --></div></div></div></div><!-- Row Backgrounds --><div class="upb_color" data-bg-override="0" data-bg-color="#f7f7f8" data-fadeout="" data-fadeout-percentage="30" data-parallax-content="" data-parallax-content-sense="30" data-row-effect-mobile-disable="true" data-img-parallax-mobile-disable="true" data-rtl="false"  data-custom-vc-row=""  data-vc="8.7.2"  data-is_old_vc=""  data-theme-support=""   data-overlay="false" data-overlay-color="" data-overlay-pattern="" data-overlay-pattern-opacity="" data-overlay-pattern-size=""    ></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1720627778241"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p>Zunächst treten in dieser Legende sachliche Fehler zu Tage:</p>
<ul>
<li>Laurentius und Hippolyt lebten nicht zu Zeiten des Kaisers Decius,<br />
sondern unter Valerian.</li>
<li>Der Presbyter Hippolyt war bereits seit zwei Jahrzehnten tot, als Laurentius das Martyrium erlitt.</li>
<li>Die Todesart widerspricht römischem Recht und erinnert stattdessen an den antiken Mythos von Hippolytos dem Wagenlenker.</li>
</ul>
<p>Aber auch darüber hinaus scheint es keine Übereinstimmungen der beiden Hippolyt-Legenden zu geben. Tatsächlich muss man eine Schicht tiefer graben und sich in die Erzählkunst der Spätantike begeben.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h2>Spätantike Bildersprache</h2>
<p>Neben den Apostelfürsten Petrus und Paulus waren Laurentius und Hippolyt die populärsten römischen Heiligen. Schon im 4. Jh. sind Laurentius und Hippolyt häufig zusammen abgebildet. Auch gibt es mehrere „Nachbarschaftspatronate“ von Laurentius und Hippolyt wie im Fall der einstigen Mutterpfarrei Kleinostheim und ihrer Filalkirche in Dettingen. Warum aber hat man die beiden in Verbindung gebracht, obwohl der gelehrte Theologe Hippolyt bereits zwanzig Jahre vor Laurentius auf Sardinien gestorben war?</p>
<p>Einer der Gründe liegt in der Nachbarschaft der Gedenktage von Hippolyt (13.8.), Sixtus (7.8.) und Laurentius (10.8.). Ferner besteht auch eine Nachbarschaft der Grablegen. Den Leichnam des Laurentius hat man am Begräbnisplatz in die Obhut, also in die Nähe, des Hippolyt gegeben. Die Legende erzählt es so, als habe Hippolyt Laurentius im Gefängnis bewacht. In der Legende stirbt Hippolyt als Neugetaufter. Für die Kirche sind Sünder, die sich bekehren, wie Neugetaufte, die zur Kirche (zurück) gefunden haben. Im Bild der Taufe durch Laurentius erzählt die Legende, dass Hippolyt sich kurz vor seinem Tod bekehrt hat.</p>
<p>Den Skandal des Schismas, der auf der Biographie des Theologen Hippolyt lastet, verschleiert sie kunstvoll: Das Pferd steht in der Antike für Leidenschaftlichkeit – wir sprechen von „feurigen Rossen“. Von diesen Leidenschaften wurde Hippolyt jahrzehntelang zerrissen, als er getrennt von der Kirche eine eigene Gemeinde leitete. Immer wieder schaukelten sich die Emotionen in den theologischen Diskussionen hoch. Hippolyts Schriften zeugen davon. Dazu kamen noch persönliche Eifersüchteleien um Geld, Stand und Bevorzugungen. Die Legende fasst all das ins Bild des Pferdes. Der Name „Hippolyt“ (<em>hippos</em> – Pferd) und der antike Mythos haben ebenfalls Pate gestanden.</p>
<p>Eine besondere Rolle spielt auch die Amme Concordia, die sich ebenfalls aus dem antiken Mythos ableiten lässt und die in der Legende zu einem Bild der römischen Gemeinde wird – nicht umsonst bedeutet <em>concordia</em> „Einheit“. Ihre Aussage vor dem Kaiser „Ich gehöre zu meinem Herrn, koste es, was es wolle“, die sie als oberste Sklavin des Hippolitschen Hauses trifft, erinnert an die Blankovollmacht, die Petrus Christus im Evangelium gibt: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Mt 16,16ff) Der Papst nennt sich <em>Servus servorum Dei, </em>also gewissermaßen „oberster Sklave“.</p>
<p>Auch die Sklaven Hippolyts aus der Offizierslegende, die ohne weiteres Verhör vor dem Stadttor enthauptet werden, lassen sich deuten als die Gefolgsleute des realen Hippolyt, die sich auf seine Bitten hin nach seinem Tod wieder in die Gemeinde eingliederten.</p>
<p>Dass Hippolyt und seine Gefährten nach einer Eucharistie gefangen genommen wurden, bringt schließlich zum Ausdruck, dass sie die Kirchengemeinschaft wiedererlangt hatten.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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	</div>
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			<h2>Der Festtag 13. August</h2>
<p>Es ist ein in der Kirchengeschichte einmaliger Vorgang, dass ein Sektenführer seinen Irrtum erkennt und nach Jahrzehnten der Spaltung noch vor seinem Tod mitsamt seiner Anhängerschaft in den Schoß der Kirche zurückkehrt.</p>
<p>Solche Herzengröße und der glückliche Ausgang der Kirchenspaltung war der römischen Gemeinde einen Festtag wert. Sie legte ihn bewusst auf den 13. August, dem Tag, an dem die Heiden der Göttin Diana mit Pferdeopfern und darüber hinaus der Gründung des <em>Latinischen Bundes</em> gedachten, was gewissermaßen als Geburtstag des römischen Reiches, einer neuen weltumspannenden Gemeinschaft, verstanden wurde. Solche Übernahmen von Festterminen kennen wir von Weihnachten, dem antiken Festtag des <em>sol invictus,</em> des unbesiegbaren Sonnengottes, oder –­ weniger prominent ­– der Gedenktag <em>Cathedra Petri </em>am 22. Februar, in der Antike ein Gemeinschafts- und Versöhnungsfest. Das antike Fest des 13. August war populär und wurde christlich durch den Gedenktag  des hl. Hippolyt überformt. Um 400 schildert der spanische Dichter Prudentius den ungeheuren Zustrom der Massen am 13. August zum Hippolytgrab.</p>
<p>Wie aber feiert man einen Heiligen, auf dem der dunkle Schatten der Kirchenspaltung liegt? Einen Gegenpapst spricht man doch nicht heilig!</p>
<p>Man erfindet eine Legende, die die Wahrheit umkleidet, ja – fast möchte man sagen – verschleiert oder vermummt. Und nur, der zu lesen versteht, wird erkennen, wie aus dem gelehrten Schismatiker, der kurz vor seinem Tod in den Schoß der Kirche zurückkehrte, ein von Leidenschaften zerrissener, neugetaufter Märtyrer geworden ist.</p>
<p>Die Legende, die sich für uns wie ein frei erfundenes Märchen über eine völlig andere Person anhört, ist in Wirklichkeit eine kunstvolle Komposition aus Sprachbildern der Spätantike.</p>
<p>Nach dem 5. Jh., als der hellenistische Geist in Rom durch die Wirren der Völkerwanderung untergegangen war, hat man diese Bilder nicht mehr verstanden und stattdessen für bare Münze genommen. So gelangte die Erzählung auch in die wirkmächtige <em>Legenda aurea</em>. Und so ist aus dem Theologen und Gegenpapst der mittelalterliche Pferdepatron geworden, als der er auch in Dettingen jahrhundertelang hoch verehrt wurde.</p>

		</div>
	</div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  anmerkungen" >
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			<div class="hr-thin"></div>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Anmerkungen</h6>
<p><span id="eins">1 </span>Euripides, Hippolytos 1092.</p>
<p><span id="zwei">2 </span>Apollodor 3,121.</p>
<p><span id="zweia">2a </span>Richard Pfannmüller: Die Beschreibung der St. Hippolyt-Kirche des Gamans-Severus zu Dettingen am Main, in: Porta Ottonia. Beiträge zur fränkischen und bayerischen Landesgeschichte (FS Otto Meyer), Bayreuth 1986, 121–137. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St._P%C3%B6lten_(Weilheim_in_Oberbayern)#/media/Datei:St._P%C3%B6lten_(Weilheim)_St._Hippolyt_08.jpg">Deckengemälde in St. Pölten Weilheim</a></p>
<p><span id="drei">3 </span>Die Legends aurea des Jocobus de Voragine. Aus dem Lateinischen übersetzt von Richard Benz, Heidelberg 1993, S. 579.</p>
<p><span id="vier">4 </span>LCI VI Sp. 540.</p>
<p><span id="fuenf">5 </span>LCI VI Sp. 539f.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<hr />

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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  publikationsvermerk" >
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			<p>Dieser Originalbeitrag geht zurück<br />
auf einen Vortrag am 13. Juli 2017<br />
in der St. Hippolytkirche Karlstein-Dettingen</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kling, Glöckchen, an Ostern</title>
		<link>https://michael-pfeifer.de/kling-gloeckchen-an-ostern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[moenanus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2024 13:57:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liturgie]]></category>
		<category><![CDATA[Publikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://michael-pfeifer.de/?p=4195</guid>

					<description><![CDATA[„¡Fuerte, fuerte!“ Immer wieder ermuntert der Erzbischof die Kinder zum kräftigen Klingeln mit ihren mitgebrachten Glöckchen. Es ist Ostersonntag in der Kathedrale von Granada in Südspanien. Traditionell begleiten die Kinder mit ihren aus Terracotta oder Silber gefertigten Glocken die Verkündigung des Evangeliums.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1602503096809 vc_column-gap-35"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h1>Kling, Glöckchen, an Ostern</h1>
<h2>Ein Klangteppich fürs Osterevangelium</h2>

		</div>
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<p class="Rezension">„¡Fuerte, fuerte!“ Immer wieder unterbricht der Erzbischof den Vortrag des Diakons und ermuntert die Kinder zum kräftigen Klingeln mit ihren mitgebrachten Glöckchen. Es ist Ostersonntag in der Kathedrale von Granada in Südspanien. Traditionell begleiten die Kinder mit ihren aus Terracotta oder Silber gefertigten Glocken die Verkündigung des Evangeliums. Später am Tag werden sie zu einer prächtigen Prozession durch die Straßen der Stadt aufbrechen. Auch dabei spielen die hübsch ausstaffierten Kinder mit den „facundillos“ eine wichtige Rolle.</p>

		</div>
	</div>
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			<p class="Rezension">2019 brach die Pandemie über die Welt herein. Ausgangs- und Kontaktsperren veränderten den Alltag schlagartig und in ungekanntem Maße. Auch die österlichen Liturgien fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein Jahr später waren hierzulande Gemeindegottesdienste zwar wieder möglich, doch die Auflagen hinderten am gemeinsamen Singen – sogar des österlichen Hallelujas. Wie also könnte eine Beteiligung der Gemeinde an diesem emotionalen Höhepunkt der Osternacht gelingen, wenn kein Gesang möglich ist?</p>
<p class="Rezension">Eine Gemeinde in Aschaffenburg ließ sich von der Tradition aus Granada inspirieren und besorgte im Kindergartenfachhandel kleine Schellen und Glöckchen. Beim Empfang am Kirchenportal wurden sie an die Mitfeiernden überreicht. Der traditionellen Einleitung zum Halleluja – „Ich verkünde euch eine große Freude: Das österliche Halleluja.“ – wurde die Einladung vorangestellt, doch zum Gesang des Kantorenensembles und auch zum nachfolgenden Evangelium mit den Glöckchen ein Klangteppich auszubreiten und so die innere Beteiligung am Geschehen auszudrücken. Der Ritus wurde begeistert aufgenommen – keineswegs nur von den Kindern – und auch an anderen Stellen im Gottesdienst erklangen spontan die Glöckchen.</p>
<p class="Rezension">Seither ist es in der Aschaffenburger Gemeinde gute Tradition geworden, das Osterevangelium mit dem silbrigen Klingeln zu begleiten. Zusammen mit vorangehendem Halleluja und nachfolgendem „Christ ist erstanden“, zu dem dann auch die Altar- und Kirchturmglocken einstimmen, ist das in jedem Jahr der Höhepunkt der Osternacht, zu der die Gemeinde in der Vergangenheit meist ohne Priester zusammenkam. Den Mitfeiernden zaubert dieser Brauch ein Lächeln ins Gesicht. Was wäre österlicher? Die Ermunterung „Kräftig, kräftig!“ ist inzwischen überflüssig geworden.</p>

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			<p>publiziert in:<br />
Gottesdienst 58 (2024) S. 77</p>

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		<title>Kirchenjubiläum Dettingen</title>
		<link>https://michael-pfeifer.de/kirchenjubilaeum-dettingen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[moenanus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2023 09:46:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Dettinger Böhm-Kirche wurde der Raum während der Quadragese in besondere Lichtstimmungen getaucht. Zum Patronatsfest am 29. Juni erklang erstmals die Auftragskomposition «Dettinger Kyrie» von Thomas Gabriel.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1602502554025 vc_column-gap-35"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h1>Kirchenjubiläum in Dettingen</h1>
<h3>Illumination und «Dettinger Kyrie»</h3>

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			<p>Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Dettinger Böhm-Kirche wurde der Raum während der Quadragese in besondere Lichtstimmungen getaucht. Zum Patronatsfest am 29. Juni erklang erstmals die Auftragskomposition «Dettinger Kyrie» von Thomas Gabriel.</p>

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<p>Jehan Alain (1911-1940) Vocalise<br />
Live aus der Kreuzwegandacht am 24. März 2023 Anna-Lucia Leone (Sopran) Michael Pfeifer (Orgel)</div> <!-- description --></div> <!-- aio-ibd-block --></div> <!-- aio-icon-box --></div> <!-- aio-icon-component --><div class="aio-icon-component   sendedatum style_2"><div id="Info-box-wrap-5996" class="aio-icon-box left-icon" style=""  ><div class="aio-icon-left"><div class="ult-just-icon-wrapper  "><div class="align-icon" style="text-align:center;">
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<p>Malcom Archer (*1952) Lament<br />
Live aus der Sonntagsmusik am 26. März 2023 Niklas Steinzer (Orgel: II/25 Weiß, Zellingen 1962)</div> <!-- description --></div> <!-- aio-ibd-block --></div> <!-- aio-icon-box --></div> <!-- aio-icon-component --><div class="aio-icon-component   sendedatum style_2"><div id="Info-box-wrap-4508" class="aio-icon-box left-icon" style=""  ><div class="aio-icon-left"><div class="ult-just-icon-wrapper  "><div class="align-icon" style="text-align:center;">
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		<title>Glockenkonzerte</title>
		<link>https://michael-pfeifer.de/glockenkonzerte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[moenanus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2023 09:34:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehrstimmige Geläute bieten zahlreiche Klangkombinationen. Bei Glockenkonzerten werden diese im Zusammenhang vorgestellt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1602502554025 vc_column-gap-35"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h1>Glockenkonzerte</h1>
<h3>Vorstellung von Läutemotiven</h3>

		</div>
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			<p>Mehrstimmige Geläute bieten zahlreiche Klangkombinationen. Bei Glockenkonzerten werden diese im Zusammenhang vorgestellt.</p>

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